Jugend.Macht.Stadt

Allgemein

Welche Rolle spielt Demokratie in deinem Alltag? Hast du Diskriminierung schonmal mitbekommen oder selbst erfahren?

Fragst du dich, welche Handlungsmöglichkeiten du hast, um deine eigenen Ideen zu verwirklichen?

Um diese Themen geht es bei dem Impulsvortrag von Ercan Carikci.

Ercan Carikci ist AntiRassismus-Trainer und WiMaD-Coach – WirkMacht: Multiplikator für gelebte Demokratie.

Wo begegnen uns Ausgrenzung, Sprachlosigkeit und demokratische Herausforderungen im Alltag? Und was können wir selbst tun, um etwas zu verändern? Nach einem Impulsvortrag von Ercan Carikci (AntiRassismus-Trainer und WiMaD-CoachWirkMacht: Multiplikator für gelebte Demokratie) werden in diesem Raum konkrete Ideen entwickelt und gemeinsam überlegt, wie wir uns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzen, demokratische Prozesse mitgestalten und mehr Beteiligung sowie ein demokratisches Miteinander in unseren Organisationen und Lebensbereichen schaffen können. Am Ende geht es darum: Was können wir anstoßen – und wie können wir loslegen?

Triff junge Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten! Du kannst Fragen stellen und dich ganz persönlich unterhalten.

Sei dabei!

Wir freuen uns auf einen offenen und wertschätzenden Austausch!

Menschen statt Bücher ist das Motto der Living Library. Sprecht miteinander über:

Leben und Biografie
Social Media und ich
Schule, Ausbildung und Zukunft
Vielfalt und Identität
Freundschaft und Beziehungen
Ehrenamt und Engagement

Wie sieht dein Stadtteil aus, wenn du das Sagen hättest? In der tRAUMwerkstatt wird nicht nur gemeckert, sondern gemeinsam an euren Ideen für Würzburg gearbeitet. Hier könnt ihr konkrete Herausforderungen in euren Stadtteilen benennen, Wünsche und Zukunftsvisionen entwickeln und Themen formulieren, an denen Politik, Verwaltung und Jugendbeteiligung weiterarbeiten sollen. Eben ganz nach dem Motto: nicht nur träumen – Räume gestalten!

Das Eigene und das Fremde

Die Angst vor dem Fremden ist so alt wie die Menschheit selbst. Was genau als „fremd“ definiert wird, unterliegt jedoch ständigen Veränderungen.

Zunächst denkt man natürlich an Migrant*innen, die seit vielen Jahren im Mittelpunkt politischer Diskussionen stehen. Das „Fremde“ kann aber auch alles andere sein, das Veränderungen mit sich bringt und uns beunruhigt, seien es die fortschreitende Digitalisierung, der Klimawandel, oder der Umbruch traditioneller Vorstellungen von Geschlechterrollen und sexueller Orientierung.

Beschäftigen wir uns mit dem Fremden, stellt sich auch die Frage, was das „Eigene“ ist: Wer wir sind, was uns ausmacht, wo und mit wem wir uns zu Hause fühlen ? Was verbinden wir mit „Heimat“? Ist es ein Ort, ein Gefühl, eine Musik oder sind es Menschen, die uns vertraut sind… ?

Wie kann ich diese Fragen und Themen mit künstlerischen Mitteln adressieren? Wie kann ich der Angst vor der/dem Fremden als auch dem Interesse an dem oder den „anderen“ oder „unbekannten“ begegnen?

 

Wahrheit oder Lüge?

In einer von sozialen Medien und digitalen Informationsflüssen geprägten Welt spielen Desinformationen und Fehlinformationen sowie mit dem verstärkten Aufkommen von künstlicher Intelligenz gefälschte Bilder und Videos eine immer größere Rolle.

Sie beeinflussen nicht nur unsere Sicht auf die Welt, sondern auch unser Zusammenleben, unser Vertrauen in Medien, Politik und Gesellschaft. Bewusst werden Gefühle wie Angst, Wut oder Empörung geschürt, um andere zu manipulieren und auf die „richtige“ Seite zu ziehen.

Was ist wahr und was ist falsch? Wann ist eine Lüge in Ordnung und wann schadet sie anderen? Und ist die Wahrheit immer angebracht, oder gibt es Ausnahmen?

In diesem Workshop werden mit spielerischen Mitteln die Mechanismen und Dynamiken verschiedener Formen von Fehl- und Desinformationen erforscht. Ziel ist es, ihre Gefahren zu erkennen und im Alltag klug damit umzugehen.

 

Verschwörungserzählungen

Verschwörungserzählungen funktionieren ähnlich wie andere Formen von Fehl- und Desinformation: Sie erzeugen starke Gefühle, vereinfachen komplexe Zusammenhänge und können Menschen gezielt manipulieren. Besonders dort, wo Unsicherheit und Überforderung herrschen, bieten sie scheinbar klare Antworten auf schwierige Fragen. Sie verwandeln eine widersprüchliche Wirklichkeit in eine Geschichte mit eindeutigen Schuldigen und vermeintlich verborgenen Drahtziehern.

Für ihre Anhänger schaffen sie dabei ein attraktives Gefühl: Sie gehören scheinbar zu denjenigen, die „die Wahrheit“ erkannt haben, während andere als ahnungslos oder manipuliert gelten. Das stärkt das eigene Selbstbild und das Gefühl von Zugehörigkeit – und kann gleichzeitig Misstrauen, Abwertung und Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden fördern.

Gerade diese Verbindung aus Vereinfachung, emotionaler Ansprache und Gruppenzugehörigkeit macht Verschwörungserzählungen so wirksam und gefährlich für eine offene, demokratische Gesellschaft.

In diesem Workshop kommen die Teilnehmenden Verschwörungserzählungen auf die Spur: Sie lernen, woran man sie erkennt, wie sie entstehen und warum sie so überzeugend wirken können. Dabei entwickeln und präsentieren sie sogar eigene Verschwörungserzählungen – und schärfen so ihren Blick für die Tricks und Muster, mit denen andere Menschen getäuscht und manipuliert werden.

Bei Jugend.Macht.Stadt wird  Demokratie nicht nur besprochen, sondern durch Bewegung und Begegnung körperlich erfahrbar.

Ausgangspunkt sind Begriffe und persönliche Assoziationen rund um Demokratie: Was bedeutet für mich Freiheit? Wie fühlt sich Mitbestimmung an? Welche Bilder entstehen bei Begriffen wie Macht, Gleichheit, Ausgrenzung, Gemeinschaft, Widerstand oder Zusammenhalt? Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre spontanen Gedanken in Bewegungen, Gesten und Körperhaltungen zu übersetzen. Dabei gibt es kein „richtig“ oder „falsch“ – unterschiedliche Sichtweisen und Ausdrucksformen dürfen nebeneinanderstehen.

Mit einfachen Tanz- und Bewegungsimpulsen entwickeln wir aus diesen Assoziationen kleine körperliche Bilder und Bewegungssequenzen. Ergänzend fließen Übungen ein, die vom Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal inspiriert sind. Dabei beschäftigen wir uns spielerisch mit Fragen von Macht und Ohnmacht: Wer bestimmt? Wer folgt? Wie verändert sich eine Situation, wenn jemand seine Position oder Haltung verändert? Wie können wir gemeinsam Handlungsspielräume schaffen?

Wir verbinden Bewegung, Wahrnehmung und Austausch. Er braucht keine tänzerischen oder schauspielerischen Vorkenntnisse. Im Mittelpunkt stehen die Freude an Bewegung, das gemeinsame Experimentieren und die Erfahrung, dass Demokratie auch bedeutet, Raum einzunehmen, anderen Raum zu geben, einander wahrzunehmen und gemeinsam etwas zu gestalten.