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Stadtteil-Checker

10.02.2015, 08:33 von Dajana Schneider

Der Stadtjugendring (SJR) geht neue Wege bei der Beteiligung von Jugendlichen am Geschehen in der Stadt: In einem vorerst auf drei Jahre angelegten Pilotprojekt sucht der SJR „Stadtteil-Checker“ im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Sie sollen der Verwaltung und dem Stadtrat erklären, wo in ihrem Stadtteil der Schuh drückt.

Die Partizipation von jungen Menschen ist kein neues Thema für die Dachorganisation der Jugendarbeit in Würzburg: Unter dem Titel „Wü-Jump!“ wurden aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen in Stadtteil-Foren Defizite aufgedeckt und Wünsche geäußert. Vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr hat der SJR jugendpolitische Standpunkte formuliert. „Die Stadtteil-Checker sind die logische Fortsetzung unserer bisherigen Projekte“, sagt Projektleiter Felix Hofmann.

Der 31-jährige Pädagoge hat in der Vergangenheit bereits mehrere Projekte des Stadtjugendrings betreut und kann sich in den kommenden drei Jahren voll auf die „Stadtteil-Checker“ konzentrieren: Die Anschubfinanzierung in Höhe von rund 121 000 Euro bis Ende 2017 kommt von der „Aktion Mensch“, die seit einiger Zeit nicht mehr nur Projekte für Menschen mit Behinderung, sondern auch im Bereich Kinder- und Jugendhilfe fördert.

„Davon habe ich zufällig bei einer Fortbildung erfahren“, erinnert sich Felix Hofmann. „Es hat ein Jahr gedauert, bis das Konzept erstellt und alle Förderanträge gestellt waren. Wir haben auch mit den meisten Fraktionen im Stadtrat gesprochen und freuen uns, jetzt endlich loslegen zu können."

Seine Stelle wird zu drei Vierteln von der „Aktion Mensch“ und zu einem Viertel aus dem SJR-Haushalt finanziert. „Das Besondere an den Stadtteil-Checkern ist der Fokus auf der Nachhaltigkeit. Das war für die Förderung ein entscheidender Faktor“, betont der SJR-Vorsitzende André Fischer.

Deutschlandweit einmalig

Das große Ziel des Pilotprojekts, das es in dieser Form deutschlandweit kein zweites Mal geben dürfte: „Wir wollen Strukturen aufbauen, die es den Jugendlichen ermöglichen, sich aktiv an den Geschehnissen in ihrem Stadtteil zu beteiligen“, erläutert Felix Hofmann. Der gebürtige Würzburger kommt aus der katholischen Jugendarbeit in Heidingsfeld und hat an der Uni Würzburg Pädagogik studiert.

Heidingsfeld ist neben Sanderau, Frauenland, Dürrbachtal und Lengfeld einer von fünf Bezirken, für die ab sofort Stadtteil-Checker zwischen 13 und 18 Jahren gesucht werden. Sie sollen – anders als bei Stadtteil-Foren in der Vergangenheit – nicht nur einen Wunschzettel schreiben, sondern sich aktiv an der Umsetzung ihrer Forderungen beteiligen.

„Wir wollen ihnen Selbstständigkeit beibringen. Sie sollen sich Mitstreiter suchen, Interessengemeinschaften bilden und den gesamten Prozess der Umsetzung von Forderungen und Wünschen kennenlernen“, so Hofmann.

Und dieser Prozess kann, wie die Stadtteil-Foren gezeigt haben, bisweilen mehrere Jahre dauern. „Es wird auch nicht jedes Anliegen umsetzbar sein. Die Jugendlichen sollen dann aber wenigstens mitbekommen, warum es nicht geklappt hat. Sie sollen fester Ansprechpartner für die Stadtverwaltung werden“, wünscht sich André Fischer.

Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich entweder nur für bestimmte Projekte oder längerfristig zu engagieren. „Wir wollen Multiplikatoren bekommen, die sich als Ansprechpartner oder Sprecher für die Jugendlichen in ihrem Stadtteil zur Verfügung stellen“, sagt Felix Hofmann.

Die Stadtteil-Checker werden von ihm pädagogisch begleitet und haben die Möglichkeit, an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Sie sollen ihre Anliegen auch in Bürgerversammlungen und im Jugendhilfe-Ausschuss des Stadtrats vorstellen. Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, hat Hofmann bereits damit begonnen, in Schulen und Jugendzentren Werbung für das Projekt zu machen.

Kontakt per E-Mail: felix-hofmann@ sjr-wuerzburg.de. Eine Homepage steht kurz vor der Fertigstellung, aber es gibt bereits eine Facebook-Seite zu dem Projekt:www.facebook.com/StadtteilChecker

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